Russland und die Ukraine vereinbaren, inmitten der Grenzspannungen einen Waffenstillstand aufrechtzuerhalten | Welt | DW

Die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine in Paris seien angesichts eskalierender Spannungen an der Grenze „nicht einfach“ und würden in zwei Wochen in Berlin mit einem neuen Kapitel fortgesetzt, kündigte der Kreml-Gesandte Dmitri Kozak an diesem Mittwoch (26.01.2022) an.

„Wir brauchen eine zusätzliche Pause. Wir hoffen, dass dieser Prozess in zwei Wochen zum Tragen kommt“, fügte Kozak auf einer Pressekonferenz hinzu, nachdem er sich acht Stunden lang mit diplomatischen Beratern aus der Ukraine, Frankreich und Deutschland getroffen hatte.

Ukrainische Soldaten an einem Kontrollpunkt nahe der Trennlinie mit prorussischen Rebellen

Ukrainische Soldaten an einem Kontrollpunkt nahe der Trennlinie mit prorussischen Rebellen

In einer gemeinsamen Erklärung bekräftigte das sogenannte Normandie-Quartett, das 2014 gegründet wurde, um einen Ausweg aus der Krise in der Ukraine zu finden, seine Unterstützung für das Minsker Friedensabkommen „als Arbeitsgrundlage“ und versprach, zu versuchen, die Dissens. .

„Trotz aller unterschiedlichen Interpretationen“ seien sich die Teilnehmer einig, dass „alle Parteien den Waffenstillstand“ in der Ostukraine „auf der Grundlage des Abkommens“ aufrechterhalten sollten, fügte der russische Gesandte hinzu.

Das Treffen in Paris strebte nach einer Reihe von Gesprächen zwischen Russland und den Vereinigten Staaten eine Deeskalation der Spannungen an. Washington wirft Moskau vor, sich nach dem Einsatz Tausender Soldaten an der Grenze zur Ukraine auf einen bevorstehenden Angriff vorzubereiten.

Russland führt Militärübungen in der Region Rostow nahe der Grenze zur Ukraine durch (14.12.2021)

Russland führt Militärübungen in der Region Rostow nahe der Grenze zur Ukraine durch (14.12.2021)

„Wir wollen diesen Dialog aufrechterhalten“, sagte der ukrainische Unterhändler Andrii Yermak und betonte, dass die Erklärung vom Mittwoch „das erste wichtige Dokument ist“, auf das sich beide Seiten „seit Dezember 2019“ einigen konnten.

Seit dem Minsker Abkommen von 2015 hat sich die Frontlinie stabilisiert und die Kämpfe sind abgeflaut. Aber eine politische Lösung des Konflikts, der mehr als 13.000 Menschen das Leben gekostet hat, ist ins Stocken geraten.

afp / reuters / efe / rr

Friederic Beck

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