Das Spiel zwischen Hertha Berlin und Bayern München begann mit einem Skandal. Kurz vor dem Spiel informierten deutsche Medien, darunter „Bild“, darüber, dass eine Gruppe Fußballfans in das Training der „Alten Dame“ eingebrochen sei und Nachrichten an Spieler und Trainerstab übermittelt habe.
Die Gastgeber enttäuschten in dieser Saison. Die Spieler von Tayfun Korkut stehen mit 22 Punkten nur auf dem 13. Tabellenplatz, während die Bayern nach der 19. Runde mit 46 Zählern auf einen weiteren deutschen Titel zusteuern.
Wie prognostiziert forcierten die Bayern ihr Spiel von den ersten Sekunden an. In der zweiten Minute brachte Corentin Tolisso den Ball ins Netz, doch der Schiedsrichter sah den Ball korrekt im Abseits. Es war nur der Anfang der totalen Dominanz des deutschen Meisters.
Der Angriff von Julian Nagelsmann kam nicht von der Hälfte der Gastgeber. Thomas Müller war von Beginn an sehr aktiv und jagte sein nächstes Tor oder seine nächste Saisonvorlage. Sehr gut zeigte sich auch Joshua Kimmich, der mit seinen Pässen immer wieder in Herthas Abwehrreihe vordrang.
Kingsley Coman hätte in der 16. Minute aus einer tollen Flanke von Kimmich Kapital schlagen müssen. Der Franzose kam perfekt ins Spiel, doch der Ball landete nach seinem Kopfball in den Händen von Torhüter Alexander Schwolow.
Neun Minuten später bildeten Coman und Tolisso eine hervorragende Paarung, die mit dem Tor zur Führung führte. Der Flügelstürmer flankte in den Strafraum, sein Landsmann überholte zwei Hertha-Verteidiger und köpfte einen wehrlosen Schwolow per Kopfschuss.
Robert Lewandowski bemühte sich, er spielte Pässe, versuchte den Ball zu spielen, hatte aber lange keine guten Torchancen. In der 27. und 37. Spielminute zeigte er sein Bestes, aber Schwolow brillierte im Tor. Schließlich hielt nur der Torhüter die Hertha lange auf Trab.
In der 45. Minute gab der 29-Jährige abermals auf. Kimmich schickte einen tollen Freistoß in den Strafraum, dort warf der freilaufende Müller den Ball mit der Schuhspitze ins Netz. Bis zur Pause stand es nur 2:0, Hauptvorteil war Schwolow, der den Ball wie ein Magnet anzog.
Robert Lewandowski diesmal ohne Tor
In der zweiten Halbzeit erhöhten die Bayern dann aber das Tempo und ließen praktisch nicht die Hälfte der Gastgeber hinter sich, doch Hertha war dem Tor näher. Suat Serdar war in einer guten Position, aber er schickte den Ball über das Tor. Für Manuel Neuer war es einer der wenigen Angriffe der Hertha.
Der deutsche Meister erzielte problemlos ein neues Tor für sich, war aber weniger effizient. Besonders beleidigend ist dies im Fall von Coman, der aufeinanderfolgende Situationen verspielte. Dazu kommt noch ein weiterer toller Eingriff von Schwolow.
Hertha stand praktisch nicht auf dem Platz, und die Bayern legten in der letzten Viertelstunde noch ein Spiel auf und schimpften mit dem Rivalen. Zunächst unterlief Schwlow ein fataler Fehler, der den Ball auf Leroy Sane zuspielte, der ein leeres Tor traf. In der 79. Minute wurde die Situation durch Serge Gnabry geklärt.
In der 80. Spielminute erzielte Hertha ein Ehrentor. Zunächst machte Dayot Upamecano einen großen Fehler, und Jürgen Ekkelenkamp nutzte die Situation aus und bewegte Neuer wissentlich. In der Nachspielzeit brachte Sane den Ball erneut ins Netz, doch der Deutsche spielte bei dieser Aktion den Ball mit den Händen und der Schiedsrichter erkannte den Treffer nicht richtig.
Die Bayern gewannen auswärts mit 4:1 und festigten ihre Führung in der Bundesliga mit sechs Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund. Lewandowski beendete das Sonntagsspiel zwar torlos, führt aber mit 23 Treffern die Schützen-Rangliste an.
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