Die Aktivität im deutschen Privatsektor verzeichnete im August den stärksten Rückgang seit mehr als drei Jahren, wobei der zusammengesetzte PMI-Index auf 44,7 Punkte fiel, wie an diesem Mittwoch veröffentlichte Daten von S&P Global zeigten.
Der deutsche Gesamt-PMI-Index fiel auf 44,7 Punkte, nachdem er im August ein 39-Monats-Tief erreicht hatte, verglichen mit 48,5 Punkten im Juli, wobei Analysten laut der Nachrichtenagentur Bloomberg mit einem Rückgang auf 48,3 Punkte rechnen.
Der Einkaufsmanagerindex im Dienstleistungssektor fiel hingegen von 52,3 Punkten im Juli auf 47,3 Punkte im August, als die Prognose der Ökonomen bei 51,5 Punkten lag, und fiel auf den niedrigsten Stand seit neun Monaten.
Gleichzeitig stieg der PMI-Index des verarbeitenden Gewerbes auf 39,1 Punkte, verglichen mit 38,8 Punkten im Juli.
Laut Cyrus de la Rubia, Chefökonom der Hamburg Commercial Bank, „Jede Hoffnung, dass der Dienstleistungssektor die deutsche Wirtschaft retten könnte, ist verloren. Im Gegensatz dazu ist der Dienstleistungssektor bereit, sich der Rezession im verarbeitenden Gewerbe anzuschließen, die offenbar im zweiten Quartal dieses Jahres begonnen hat.“
Liegt der PMI-Kompositindex unter 50 Punkten, wird davon ausgegangen, dass sich die Wirtschaftsaktivität in einer Rezession befindet. Liegt er über diesem Wert, expandiert oder wächst die Wirtschaftsaktivität.



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