


Karl Geiger
Foto von Tadeusz Mieczyński
Zum ersten Mal in seiner Karriere stand Karl Geiger beim Bewerb in Titisee-Neustadt auf dem Treppchen. Der 28-jährige Bayer präsentierte sich am Samstag an der Hochfirstschanze konkurrenzlos und sicherte sich mit seinem zwölften Pokalsieg den Plastron der Weltcup-Führenden zurück. Das Team von Stefan Horngacher geht am Sonntag als beste Mannschaft des Nationenpreises in die Olympiasaison.
Für den amtierenden Skiflugweltmeister ist es der dritte Sieg in diesem Winter. Zuvor brillierte Geiger in Nizhny Tagil und Engelberg. – Es war ein toller Tag für mich. Ich freue mich sehr über diesen Sieg. Ich habe nicht damit gerechnet, hier zu gewinnen. Ich hatte in der Vergangenheit Probleme mit dieser Strecke – man beachte den Springer aus Oberstdorf, der letzten Winter auf der Hochfirstschanze nicht unter die Top 10 kam.
In der Mitte des Wettkampfs am Samstag wurde Geiger Zweiter, direkt hinter Anze Lanisko. Im Finale verbesserte sich Deutschland um neun Meter und ein Flug von 141 Metern war ein Angriff, dem der Slowene nicht widerstehen konnte. – Ein erfolgreicher Wettkampf liegt hinter mir, ich bin sehr glücklich. Beide Sprünge waren hervorragend und ich freue mich darauf, ihre Form am Sonntag auf diesem Niveau fortzusetzen – sagte Lanisek, der Zweiter wurde.
Geiger ist der vierte Springer außerhalb unserer westlichen Grenzen, der in Baden-Württemberg einen Pokalsieg feiern konnte. Zuvor Sven Hannawald (2001), Severin Freund (2015) und Richard Freitag (2017).
Trainer Stefan Horngacher wird laut ARD am Sonntag die Namen der beiden Springer bekanntgeben, die den Olympiakader komplettieren werden. Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe werden sicher nach Peking aufbrechen.
Dominik Formela, Quelle: Eigene Angaben
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