Deutschland: Behörden nehmen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums fest, die im Verdacht stehen, für Russland zu spionieren

Die deutsche Bundesanwaltschaft gab am Mittwoch bekannt, dass die Behörden des Landes einen Mitarbeiter der für die Ausrüstung der Streitkräfte zuständigen Behörde wegen des Verdachts der Spionage für Russland festgenommen haben.

Die Festnahmen fanden auf Anordnung eines Bundesrichters in der westdeutschen Stadt Koblenz statt, und die deutsche Polizei führte Durchsuchungen am Wohnort und am Arbeitsplatz des Verdächtigen durch, teilte die Organisation in einer Erklärung mit.

„Ab Mai 2023 besuchte der Tatverdächtige aus eigener Initiative mehrmals das russische Generalkonsulat in Bonn und die russische Botschaft in Berlin und bot eine Zusammenarbeit an. „Es besteht die Absicht, ihn den russischen Geheimdiensten zu überstellen“, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Ermittlungen wurden in Zusammenarbeit mit dem deutschen Militärgeheimdienst und dem Verfassungsschutz durchgeführt. Der Festgenommene erschien an diesem Mittwoch dem Ermittlungsrichter, der die Sicherungsverwahrung anordnete.

Im Dezember letzten Jahres wurde in Berlin ein Abteilungsleiter des Bundesnachrichtendienstes (BND) wegen der Weitergabe von als Staatsgeheimnis eingestuften Informationen an den russischen Geheimdienst wegen Hochverrats festgenommen.

Dieser Fall gilt als einer der größten Spionageskandale in der deutschen Geschichte.

Ricarda Lange

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