Europäische Aktien konnten sich am Freitag von den frühen Verlusten erholen, wobei Bergbau- und Energieunternehmen die Gewinne anführten. Der gesamteuropäische STOXX 600 Index stieg um 0,3 % und ist damit auf dem Weg zu seinem ersten wöchentlichen Anstieg seit vier Wochen. Die Sektoren Energie und Bergbau stiegen um 0,9 %, nachdem die Preise für Basismetalle und Rohöl gestiegen waren. Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die Reden führender Zentralbanker auf dem Jackson Hole-Symposium in den USA. Der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, wird voraussichtlich um 14:05 Uhr GMT sprechen, während die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, um 19:00 Uhr GMT sprechen wird. Die Aussichten für die Zinssätze werden stark von diesen Reden abhängen, in der Hoffnung, dass der Zinserhöhungszyklus bald endet. Die Märkte warteten gespannt auf Powells Rede, um zu beurteilen, wie sehr er sich auf die Daten der Fed verlässt und ob er eher zu einer Straffung der Geldpolitik tendiert. Auch die politischen Entscheidungsträger der EZB sind besorgt über die sich verschlechternden Wachstumsaussichten und erwägen einen vorübergehenden Stopp der Zinserhöhungen.
Was die dänischen Aktien betrifft, so fielen Novo Nordisk, Europas zweitgrößtes Unternehmen, zum zweiten Mal in Folge. Der STOXX 600 dürfte dank der Dynamik des Chipherstellers im Vorfeld der Quartalsergebnisse des US-Chipherstellers Nvidia wöchentlich um fast 1 % zulegen. Auch steigende Rohstoffpreise sorgten für Unterstützung.
Was die Wirtschaftsdaten betrifft, zeigen offizielle Berichte, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal im Vergleich zu den vorangegangenen drei Monaten nach einer Winterrezession stagnierte. Eine separate Umfrage ergab, dass sich das deutsche Geschäftsklima im August den vierten Monat in Folge verschlechterte.
Unterdessen sind die Anleiherenditen in ganz Europa im Vorfeld der heutigen Reden der Zentralbanker gestiegen. Auch bei einzelnen Aktien gab es Höhen und Tiefen: Die Watches of Switzerland Group fielen um 27,5 %, nachdem bekannt wurde, dass Rolex den Schweizer Einzelhändler Bucherer übernehmen würde. Analysten argumentieren, dass die Pläne von Rolex negative Auswirkungen auf den Luxusuhrenhändler haben könnten.
Quelle: Reuters



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