Die deutschen Makrodaten deuten jedes Mal auf eine schlechtere Lage für das Land und damit auch für die Eurozone hin. Der Erzeugerpreisindex (PPI) stieg im August stärker als von Analysten erwartet. Der Indikator verzeichnete einen Anstieg von 7,9 % gegenüber dem Vormonat, verglichen mit erwarteten 1,6 % und 5,3 % im Juli. In unterjährigen Berechnungen erreichte der Anstieg 45,8 %, verglichen mit der Prognose von 37,1 % und 37,2 % im Juli.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist dies der höchste jährliche Anstieg seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1949. Es ist auch der höchste monatliche Anstieg seit Beginn der Erhebungen. „Kaltes Wasser einbeziehen“ für diejenigen, die mit der Entlastung der nach der Pandemie angespannten Lieferketten eine Entspannung des Inflationsdrucks wünschen. In den USA beginnen die gleichen Indikatoren nachzulassen.
Der PPI ist ein Inflationsindikator, der die durchschnittliche Änderung der Verkaufspreise misst, die nationale Produzenten von Waren und Dienstleistungen erhalten. Indexmaß Preisänderungen aus Sicht des Verkäufers untersucht drei industriebasierte Produktionsbereiche, Rohstoff- und verarbeitende Unternehmen.
„Der Hauptgrund für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise im Vergleich zum Vorjahr ist die Entwicklung der Energiepreise, denn hohes Gewicht des Energiepreisindex im Gesamtindex, verbunden mit sehr hohen Preisschwankungen. Darüber hinaus stiegen unter anderem aufgrund steigender Preise für Energie auch Halbfabrikate (+17,5 %), Investitionsgüter (+7,8 %) sowie langlebige und kurzlebige Konsumgüter (10,9 % bzw. 16,9 %) deutlich an. Das sagte Destatis in einer Erklärung.
Das zeigt das deutsche Statistikamt Energiepreise im August 2022 im Durchschnitt 139 % höher im Vergleich zum Vorjahresmonat. Allein im Vergleich zum Juli 2022 ist dieser Preis um 20,4 % gestiegen. Der Anstieg der Strompreise hatte mit einem Anstieg von 174,9 % den größten Einfluss auf die jährliche Energieschwankung. Besonders erwähnenswert Strom, der 278,3 % mehr kostet für Weiterverteiler aus dem Vorjahr und 195,6 % für Kunden mit Sonderverträgen.
Der Bericht stellt außerdem fest, dass die Konsumgüterpreise im August 2022 um 16,9 % höher waren als im August 2021 und um 0,8 % im Vergleich zu Juli 2022 stiegen. Lebensmittel sind 22,3 % teurer als im Vorjahr. Die Preise für Butter (+74,6 % gegenüber August 2021) und unraffiniertes Pflanzenöl (+51,4 %) stiegen sehr stark. Flüssigmilch kostet 35,3 % mehr als August 2021, Kaffee 32,5 % mehr als im Vorjahr. Für Fleisch (ohne Geflügel) lagen die Preise um 27,5 % über dem Vorjahr.
Ebenso waren die Preise für langlebige Güter im August 2022 um 10,9 % höher als im Vorjahr, was hauptsächlich auf die Entwicklung der Möbelpreise (+13,2 %) zurückzuführen ist.
All diese Daten sind ein klares Signal für die Europäische Zentralbank (EZB), die sich in einer wenig beneidenswerten Lage befindet. Der Inflationsdruck in der Eurozone bleibt „hoch“. und Daten wie diese verbessern es. Dies gilt umso mehr, wenn man bedenkt, dass dies in der sogenannten „Lokomotive“ der Eurozone und in einem Land geschah, das große Angst vor Inflation hat.
Präsident der Deutschen Bundesbank, Joachim Nagel, ebenfalls Mitglied der EZB, bestand erneut auf einer Erhöhung der Zinssätze und löste damit eine „hawkishe“ Stimmung bei der Zentralbank aus. „Wenn sich der Datentrend fortsetzt, sollten die Zinssätze weiter angehoben werden, worauf sich der EZB-Rat bereits geeinigt hat“, sagte er diese Woche. „Wir müssen festlegen, ob Oktober und danach“, sagte er.
In ihrem am Montag veröffentlichten September-Bulletin sehen die Bundesbank-Volkswirte zunehmende Anzeichen dafür, dass die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abgleiten wird, die sie als solche wahrnehmen „ein deutlicher, weitreichender und langanhaltender Rückgang der Wirtschaftsleistung“. Sie gehen daher davon aus, dass das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands im dritten Quartal und insbesondere im Winterhalbjahr, das dem vierten Quartal 2022 und dem ersten Quartal 2023 entspricht, leicht sinken wird. Als Gründe seien vor allem „die angespannte Energieversorgungslage aufgrund des Krieges Russlands gegen die Ukraine“ zu nennen, fügten die Bundesbank-Ökonomen hinzu.
Gleichzeitig, Schätzung der Inflation im zweistelligen Bereich, also 10 % oder höher in den nächsten Monaten in Deutschland. Deutschland hat den Anstieg der Verbraucherpreise um 8,8 % im August vorerst zurückgehalten, wobei die Subventionen für öffentliche Verkehrsmittel und Kraftstoff ab dem 1. September gesunken sind.
Daher wird die Inflation in den kommenden Monaten leicht ansteigen, da sich andere von der Bundesregierung angekündigte Stützungsmaßnahmen Anfang nächsten Jahres auf die Verbraucherpreise auswirken werden.



„Unternehmer. Preisgekrönter Kommunikator. Autor. Social-Media-Spezialist. Leidenschaftlicher Zombie-Praktiker.“

