Airbus hielt eine Pressekonferenz ab, um seine neue Vision für eine nachhaltigere und CO2-freie Zukunft der Luftfahrt vorzustellen. Der französisch-deutsche Flugzeughersteller diskutierte auch über die Zukunft des Passagiererlebnisses.
Bei dieser Pressekonferenz konzentrierte sich Airbus auf die Kabine seiner Flugzeuge. Nach neueren Untersuchungen ist dies dafür verantwortlich bis zu 10 bis 20 % die gesamten Umweltauswirkungen eines Flugzeugs während seines Lebenszyklus.
Airbus arbeitet mit zehn großen Fluggesellschaften, darunter der Lufthansa Group und Delta Air Lines, sowie acht Technologiepartnern zusammen, um neue Konzepte für die Kabine der Zukunft zu entwickeln. Ziel ist es, sie weniger schädlich für die Umwelt zu machen und gleichzeitig ein besseres Erlebnis für Reisende zu bieten.
Der stärkste Hebel, den Airbus nutzen kann, um die Umweltbelastung der Kabine zu verringern, ist die Gewichtsreduzierung. Ein leichteres bionisches Design für die neue Kabine könnte hilfreich sein reduzieren ihr Gewicht um bis zu 40 %. Vor dem Flug werden Passagiere gebeten, bei Langstreckenflügen Essen im Voraus zu bestellen. Mehrere Fluggesellschaften bieten diese Option bereits an, einige bieten sogar die Möglichkeit, überhaupt nicht essen zu wollen, wie zum Beispiel Japan Airlines und Delta Air Lines. Die Fluggesellschaft weiß im Voraus, welche Lebensmittel aufgewertet werden müssen, wodurch sie das Gewicht und damit die Treibstoffkosten reduzieren und den Abfall begrenzen kann. Auf kurzen Flügen kann sogar komplett auf den Bordküchenraum verzichtet werden.
Auch für Kurzstreckenflüge bietet Airbus eine interessante Lösung: Den Passagieren wird eine Vorbestellungsoption angeboten, die sie vor dem Einsteigen abholen können. Auch diese Lösung reduziert zwar den Abfall, führt aber durch das geringere Gewicht des Servierwagens zu einer weiteren Gewichtsreduzierung. Airbus ist davon überzeugt, dass dieses System dazu beitragen kann, Lebensmittelverschwendung und Kabinengewicht zu reduzierenbis zu 15%. Fahrgäste sollen künftig transparenter über den CO2-Fußabdruck ihrer einzelnen Fahrten informiert werden. Darüber hinaus können ihnen geeignete technologische Instrumente zur Verfügung gestellt werden, um ihnen mehr Wahlmöglichkeiten zu geben, insbesondere bei der CO2-Kompensation oder der Lebensmittelauswahl.
An Bord wird die Technologie verstärkt genutzt, um den Passagieren die Möglichkeit zu geben, alles über ihr eigenes Smartphone zu bestellen. Virgin Atlantic hat kürzlich die Kabine seines neuen Airbus 330neo vorgestellt, die es Passagieren ermöglicht, die Bordunterhaltung auch in der Economy Class mit ihren eigenen Geräten zu steuern.
Airbus möchte, dass zukünftige Kabinen näher an der Natur sind und ein Gefühl von Raum und Licht vermitteln. Allerdings entwerfen Flugzeughersteller diese Kabinen oft einfach so, dass die Fluggesellschaften so viele Sitze wie möglich unterbringen können, um ihre Gewinne zu maximieren. Langfristig wird es auch darum gehen, wie Hersteller von Flugzeugkabinen Materialien oder Teile wiederverwenden und Artikel aus recycelten Materialien verwenden können. Dies ist nicht nur besser für den Planeten, sondern kann auch die Produktionskosten für neue Flugzeugkabinen senken.
Natürlich wären alle Abnehminitiativen weniger umweltbelastend, wenn umweltfreundlichere Kraftstoffe verwendet würden. Es wurde nachhaltiger Flugtreibstoff (CDA) hergestellt und auf zahlreichen kommerziellen Flügen eingesetzt. Allerdings ist jede Reduzierung des Treibstoffverbrauchs immer ein Mittel zur Senkung der Flugkosten, auch wenn der Gewichtsunterschied minimal ist. Der CEO von Qatar Airways, Akbar Al Bakersprach kürzlich über die Produktionsfähigkeit des CDA und sagte, er bezweifle sie Ziel 65 %. Bis 2050 können nachhaltige Treibstoffe für Fluggesellschaften erreicht werden.
Airbus wird voraussichtlich in diesem Zeitraum weitere Details zum Cabin Vision 2035+-Konzept bekannt gebenAIX-Flugzeuginnenausstellungdie in der ersten Juniwoche stattfinden wird.
Artikel übersetzt aus Forbes US – Autor: Michele Robson
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