Ein neuer Artikel wurde unter veröffentlicht FEMS-Hefeforschung von deutschen Forschern deckt eine mögliche Entstehungsgeschichte von Lagerbier auf. Basierend auf historischen Aufzeichnungen und phylogenetischen Beweisen deuten diese Untersuchungen auf das Jahr 1602 und auf das Brauereischloss Maximilians des Großen (Herrscher von Bayern) in München hin.
Unzählige archäologische Artefakte belegen, dass Menschen bereits seit prähistorischen Zeiten Bier gebraut haben. Die Gärung im östlichen Mittelmeerraum lässt sich auf etwa 13.000 Jahre zurückführen. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts war Bierbier das am weitesten verbreitete Getränk, aber mit der Popularisierung des Bieres hat die Sorte die Öffentlichkeit erobert und macht heute etwa 90 % des jährlich konsumierten Bieres aus.
Es ist bereits bekannt, dass diese Veränderung auf eine in Deutschland entdeckte neue Hefeart zurückzuführen ist. A Saccharomyces pastorianusoder „Bierhefe“, erschien um das frühe 12. Jahrhundert als hybride Kreuzung zwischen gärender Hefe S. cerevisiae und kältetolerant S. eubayanus.
Aber bis jetzt hat niemand herausgefunden, wie sich Bierhefe verbindet S. pastorianus, weit verbreitet in der modernen Produktion. Die allgemeine Annahme ist, dass es durch Kontamination durch traditionelle Fermentation entsteht S. cerevisiae ale durch Wildhefe, inkl S. eubayanus.
Die Forscher der Studie haben einen weiteren Vorschlag. Durch eine detaillierte Analyse der historischen Aufzeichnungen der mitteleuropäischen Bierproduktion fanden sie heraus, dass es in Bayern mindestens zweihundert Jahre früher zu einer Untergärung im „Lager-Stil“ kam.
Daher stellen sie die Hypothese auf, dass dies der Fall ist S. cerevisiae Die kontaminierte Biercharge wurde mit hergestellt S. eubayanus, Nicht umgekehrt. Auf dieser Grundlage identifizierten sie, was ihrer Meinung nach die Quelle des Schadstoffs war. S. Cerevisien: eine Weizenbrauerei in der Kleinstadt Schwarzach.
Von Bayern in die Welt
Bier war in Deutschland schon immer ein begehrtes Gut und seine Herstellung wurde schon früh streng reguliert. In Bayern beispielsweise gilt das Braugesetz von 1516 („reinheitsgebot„) erlaubt nur die Herstellung von Untergärung und Bierstil. Aber das benachbarte Böhmen produziert ein auffälliges Weizenbier zum Brauen S. cerevisiae.
Aufgrund des Interesses an dem Produkt erteilte der damalige bayerische Herrscher Wilhelm IV. ab 1548 dem Freiherrn Hans VI. von Degenberg, dem Besitzer der Brauerei, das Privileg, in der böhmischen Grenzregion Weißbier herzustellen und zu verkaufen Mangels Fachkräften übernahm der neue Herrscher Bayerns, Maximilian der Große, die Produktion.
Im Oktober 1602 wurde Weizenbrauhefe in die Münchner Schlossbrauerei gebracht. Die Forscher schlagen vor, dass die bekannte Hybridisierung und S. pastorianus war geboren und dann verbreitete sich die Sorte von Bayern aus über ganz Europa und schließlich die ganze Welt.
„Es liegt eine gewisse Ironie darin, dass die Unfähigkeit der von Degenbergs, Kinder zu zeugen, die Ereignisse auslöste, die zur Entstehung der Bierhefe führten. Wenn eine Linie stirbt, beginnt eine andere. Kein Erbe – aber er hat die Welt als Erbe hinterlassen!“ Mathias Hutzler, einer der Hauptautoren des Artikels, schließt mit: Pers-Konferenz.



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