Deutschland. – Der frühere Audi-Präsident Ruper Stadler gibt zu, die Emissionen von Dieselautos manipuliert zu haben

MADRID, 16. Mai. (EUROPÄISCHE PRESSE) –

Ruper Stadler, ehemaliger Präsident des Automobilkonzerns Audi, hat sich am Dienstag vor einem deutschen Gericht des Betrugs schuldig bekannt, in dem es um die Manipulation der Abgaswerte der Dieselautos des Unternehmens bei Labortests ging.

Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur „DPA“ ging Stadler davon aus, dass er die Straftat dadurch begangen habe, dass er den Betrug nicht verhindert habe. In seiner Erklärung sagte er, es täte ihm „zutiefst leid“ und er gab zu, dass er „vorsichtiger“ hätte sein sollen.

Dieses Geständnis war Teil einer Erklärung seines Anwalts Thilo Pfordte von Anfang Mai, in der er zugab, dass sie die vom Richter vorgeschlagene Vereinbarung akzeptiert hatten, die ihm eine Bewährungsstrafe auferlegt hatte, wenn er ein vollständiges Geständnis ablegte und 1,1 % zahlte Millionen Euro. Der Vorschlag wurde auch von der Generalstaatsanwaltschaft angenommen.

Stadler droht eine mögliche Haftstrafe zwischen eineinhalb und zwei Jahren wegen fahrlässigen Betrugs, die er nun durch ein umfassendes Geständnis und die Zahlung des gespendeten Geldes vermeiden will. Danach könnte der im September 2020 begonnene Prozess im Juni dieses Jahres abgeschlossen werden.

Im Laufe der Jahre verteidigte Stadler seine Unschuld, auch während der Prozesse. Nach erster Einschätzung des Gerichts hätte er jedoch spätestens im Juli 2016 gewusst, dass Abgaswerte manipuliert werden könnten.

Doch anstatt das Problem zu lösen und die Geschäftspartner zu informieren, ließ er den Autoverkauf bis Anfang 2018 weiterlaufen.

Tatsächlich warf der frühere Direktor Anfang 2021 den Ingenieuren vor, die Software, die die Emissionen einiger Dieselfahrzeuge des Volkswagen-Konzerns verändert, während sie Labortests unterzogen wurden, nicht im Voraus gefunden zu haben.

Das sogenannte „Defeat Device“ sorgt dafür, dass das Auto den Stickoxid-Grenzwerttest auf dem Prüfstand, nicht aber auf der Straße, besteht. Dadurch sparen sich die Hersteller die Kosten für den Einbau von Abgasreinigungsanlagen in ihre Autos.

Friederic Beck

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