


Der Betäubungsmittel- und Suchtbeauftragte der Bundesregierung, Burkhard Blieert, forderte an diesem Dienstag ein Werbeverbot für Sportwettenanbieter während der Euro 2024, die vom 14. Juni bis 14. Juli nächsten Jahres in Deutschland stattfindet.
„Die Euro 2024 ist ein Großereignis, das zumindest in Europa mit Begeisterung verfolgt wird. Dieses Ereignis sollte ein Fußballfest sein und nicht von Werbung für riskantes Verhalten begleitet werden“, sagte Blienert der Deutschen Presse-Agentur DPA.
Der Beamte erklärte: „Wir können als Bundesrepublik Deutschland ein klares Zeichen setzen, dass wir die Risiken von Sportwetten ernst nehmen und werbefrei an Spielen teilnehmen.“
Blieert wiederum plädierte dafür, die Werbezeiten für Sportwetten im Fernsehen auf „außerhalb der Hauptsendezeit, Ausstrahlung spätestens nach elf Uhr“ zu beschränken.
In Deutschland gibt es derzeit keine Zahlen darüber, wie viele Menschen sportwettsüchtig sind, die Schätzungen liegen jedoch im fünf- bis sechsstelligen Bereich.
Laut DPA weist die Deutsche Suchthilfe in ihrem Jahresbericht 2022 darauf hin, dass etwa ein Drittel der Sportwetter Anzeichen einer Spielstörung aufweist.



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