Rund 71 % der Proben von Hähnchenfleischprodukten der deutschen Lidl-Eigenmarke „Metzgerfrisch“ wiesen schädliche Krankheitserreger auf, darunter multiresistente Bakterien, wie eine heute bekannt gegebene Untersuchung der Albert-Schweitzer-Stiftung ergab.
Die Untersuchung wurde eingeleitet, nachdem einem deutschen Unternehmen, das Lidl belieferte, vorgeworfen wurde, Hühner misshandelt zu haben. Eine Situation, die in Portugal möglicherweise nicht die gleiche ist, da die Marke sicherstellt, dass die Hühner, die sie in nationalen Geschäften verkauft, portugiesischen Ursprungs sind. .
Ein von der Stiftung beauftragtes unabhängiges Labor zeigte, dass die meisten der in deutschen Produktionsbetrieben gefundenen resistenten Bakterien (75 %) Escherichia coli waren und in allen Proben ESBL-Enzyme nachgewiesen wurden, die die Bakterien gegen einige gängige Antibiotika resistent machten.
Nach Angaben der Organisation Abri de Asas wurden im Labor in einer Erklärung gegenüber O MINHO auch Enterokokken (25 % der Proben), Campylobacter (18 % der Proben) und Salmonellen (1 Probe) gefunden.
Die Untersuchung fand zwischen Januar und Februar 2023 statt und umfasste 51 Proben von Hühnerfleischprodukten.
Diese Untersuchung erfolgte, nachdem Lidl im Mittelpunkt einer Kontroverse über die Herstellung von Hühnern stand, die dann getötet und in Stücken in einer deutschen Ladenkette verkauft wurden.
Die Qual beginnt einen Monat nach der Geburt, die Küken können sich kaum bewegen, weil sie außerhalb ihres normalen Rhythmus und in einem schnelleren Tempo wachsen.
Allerdings erklärte Lidl Portugal damals, dass dieses Fleisch in Portugal nicht vermarktet werde, obwohl man das „European Chicken Commitment“ nicht unterzeichnet habe, ein Pakt, der „die Gesundheitsrisiken durch Keime in Hühnerfleisch reduzieren soll“.
Nach den Erkenntnissen von O MINHO hat bisher keine nationale Supermarktkette diesen Pakt in Bezug auf Hühnerfleisch eingehalten, obwohl die Pingo Doce-Gruppe ihn beispielsweise in Bezug auf Eier eingehalten hat.
Es ist möglich, nachzufragen Hier welche Unternehmen sich dieser NGO-Gruppe angeschlossen haben.
Laut dem NGO-Netzwerk „Abrir as Asas“ „fördert der hohe Einsatz von Antibiotika in der industriellen Landwirtschaft die Entwicklung von mehr Bakterienresistenzen“.
„Wenn ein Tier erkrankt, werden oft auch alle Tiere im gleichen Betrieb mit Antibiotika behandelt. Nur resistente Bakterien überleben. Sie können sich dann ohne Konkurrenz durch andere Bakterien inmitten so vieler geschwächter Tiere und auf engstem Raum vermehren“, sagte die NGO.
Weltweit sterben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation etwa eine Million Menschen an antibiotikaresistenten Bakterien.
„Abrir de Asas“ ist ein Netzwerk verschiedener Gruppen und NGOs, das sich zum Ziel gesetzt hat, „das Bewusstsein für die Lebensbedingungen ausgebeuteter Hühner in der Branche zu fördern“.



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