Russland kündigte die Ausweisung von 20 deutschen Diplomaten an

Russland hat heute die Ausweisung von rund zwanzig deutschen Diplomaten als Reaktion auf ähnliche angeblich von der deutschen Regierung ergriffene Maßnahmen angekündigt, obwohl dies nicht offiziell angekündigt wurde.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zajarova, sagte gegenüber dem Staatsfernsehen Zvezda, die Regierung habe „mehr als 20“ deutsche Diplomaten ausgewiesen, als Reaktion auf die „massive Ausweisung von Personal aus russischen diplomatischen Vertretungen“ im Land.

In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bestätigte die Bundesregierung die Ausweisung der russischen Diplomaten nicht, sondern beschränkte sich auf den Hinweis, dass sie „in den letzten Wochen in Personalangelegenheiten in Kontakt“ mit Moskau gestanden hätten.

Neben der „symmetrischen“ Ausweisung deutscher Diplomaten plant Moskau laut der russischen Nachrichtenagentur Sputnik, die maximale Zahl der Mitarbeiter deutscher Auslandsvertretungen im Land deutlich zu reduzieren.

Nach Angaben Moskaus wurde die Entscheidung dem deutschen Botschafter in der russischen Hauptstadt während eines Gesprächs am 5. April im russischen Außenministerium vorgelegt.

Eine Quelle aus dem deutschen Außenministerium sagte Sputnik seinerseits, dass die Behörden des Landes „die Aussage des Sprechers des russischen Außenministeriums zur Kenntnis nehmen“.

Dagegen berichtete die deutsche Bild-Zeitung, dass ihren Angaben zufolge 34 der rund 90 deutschen Diplomaten, die sich derzeit in Moskau aufhalten, das Land verlassen müssen.

Am 25. März berichtete die deutsche Tageszeitung Focus, Außenministerin Annalena Baerbock plane, mehr als 30 im Land akkreditierte russische Diplomaten zur Persona non grata zu erklären.

Laut der Verkaufsstelle vermuteten die Sicherheitskräfte, dass diese Personen ihren Diplomatenstatus nutzten, um illegal an politische, wirtschaftliche, militärische und wissenschaftliche Informationen zu gelangen, um sie dann für Sabotageakte und die Verbreitung von Desinformationen zu verwenden.

Am 27. März dementierte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Andrea Sasse, Pläne zur Ausweisung russischer Diplomaten.

Einen Tag zuvor bestätigte eine Quelle des russischen Außenministeriums jedoch, dass Berlin mit einer erneuten Reduzierung der diplomatischen Präsenz Russlands in Deutschland beginne, ohne weitere Einzelheiten preiszugeben.

Friederic Beck

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