Olaf Scholz wird heute Morgen in Berlin vor dem Abgeordnetenhaus über die Bitte eines Drittstaates sprechen, in seinem Namen in Deutschland hergestellte Panzer an die ukrainische Armee im Krieg zu liefern. Dies ist der Fall in Polen oder Finnland. Laut einigen Medien soll die deutsche Bundeskanzlerin grünes Licht geben und damit die Leopard-2-Panzer in den Krieg einbeziehen. Dieser moderne Panzer mit sehr dicker Panzerung wird seit Wochen von der Ukraine beansprucht. Aber diese Forderung hat eine beispiellose Debatte innerhalb der deutschen Regierungskoalition ausgelöst, und die Position der Kanzlerin ist besonders gewachsen. Der Einsatz der Leopard-Panzer an Russlands Grenzen ist ein politisches Thema, aber auch ein historisches und strategisches.
Leopard 2: Referenzpanzer…
Der deutsche Panzer ist eine Referenz in der europäischen Waffentechnik. Es gibt 2.000 Leopard-Panzer in verschiedenen europäischen Armeen. Letzterer ist schwer zu neutralisieren und hat eine überlegene Feuerkapazität und Reichweite als der russische Panzer. Sie ermöglichen Netzwerkkämpfe, was bedeutet, dass sie sich mit anderen Panzern und Luftstreitkräften verbinden können. Der Netzwerkkampf wurde jedoch nicht von den Russen durchgeführt, die keine Kenntnisse hatten. Daher wäre die Versorgung der ukrainischen Armee mit Leopard-2-Panzern ein erheblicher Vorteil.
Kriegsvorsichtiges Deutschland?
Nach nationalem Recht muss ein Staat mit deutschem Rüstungsgut in Berlin grünes Licht für dessen Verbringung in einen Drittstaat einholen. Polen drohte durch Ministerpräsident Mateusz Morawiecki, vierzehn Einheiten auf ukrainisches Territorium zu schicken, ohne auch nur auf die Bestätigung aus Berlin zu warten. Allerdings kündigte Außenministerin Annalena Baerbock von den Grünen beim LCI an, sie lasse Polen ihr Ding machen: „Wir werden nicht dagegen sein“. Die Erklärung zeugt von der Zerrissenheit in der Regierungskoalition.
Wenn Bundeskanzler Olaf Scholz die von der deutschen Presse vorgeschlagene Genehmigung zur Lieferung der Panzer bestätigt, wäre diese Entscheidung eine enorme Entwicklung Berlins bei Waffenlieferungen an die Ukraine. Anfangs ging es nur darum, Helme an die ukrainische Armee zu schicken, dann sah sich Deutschland nach und nach in breiterem Umfang an den Kriegsanstrengungen beteiligt. Dennoch wird seine Haltung nach wie vor als vorsichtig bezeichnet. Hans Stark erklärt: „Angesichts seiner holprigen Geschichte in der Region hat Deutschland seine Außenverteidigungspolitik auf der Logik aufgebaut, dass es sich nur auf seinem Territorium oder vielleicht gegen NATO-Verbündete verteidigt.“ Seit letztem Februar wird Berlin jedoch von den ukrainischen Behörden aufgefordert, bei ihnen zu investieren, eine Verpflichtung, die als Weg für Deutschland präsentiert wird, „auf der richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen und kein Verbündeter des Terrors zu sein …



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