Der „Doppelgänger-Mord“ in Deutschland: Eine Frau soll ihren Doppelgänger getötet haben, um ihren eigenen Tod vorzutäuschen

Im August 2022 machte die Polizei in Süddeutschland einen schrecklichen Fund, den einer mit einem Messer erstochenen Leiche in einem geparkten Auto in Ingolstadt. Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich bei dem Opfer um Sharaban K., der deutsch-irakischer Abstammung ist. Seine Verwandten wurden vorgeladen und seine Identität bestätigt. Doch eine Obduktion ergab Ungereimtheiten, schließlich hieß das Opfer Khadidja O, eine 23-jährige Beauty-Bloggerin aus dem Nachbarland Baden-Württemberg. Die Polizei sagte, das Opfer und Sharaban K „sehr ähnlich“ wegen ihrer körperlichen Ähnlichkeiten.

Erst am 19. August wurde Sharaban K zusammen mit Sheqir K, einem 23-jährigen Einwohner des Kosovo, festgenommen, der verdächtigt wurde, dieses Komplott zu schüren. Seine beiden Komplizen befinden sich in Untersuchungshaft. Nach Ermittlungen gelang es den Behörden, die Spuren des Mordes an den beiden mutmaßlichen Mördern aufzuspüren. Eine Woche vor dem Mord begann Sharaban K, mehrere junge Frauen zu kontaktieren, die ihm in den sozialen Medien unter verschiedenen Pseudonymen ähnlich sahen. „Durch verschiedene Versprechungen versuchte er, ein Treffen zu provozieren, was zunächst scheiterte“, erklärt Veronika Grieser von der Staatsanwaltschaft Ingolstadt.

Lora Kaiser

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