Deutschland wird ein Gesetz ändern, das Homosexuelle bestimmte Bedingungen erfüllen muss, um Blut spenden zu dürfen, kündigte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach heute an.
„Ob man Spender werden kann, ist eine Frage des Risikoverhaltens und nicht der sexuellen Orientierung. es sollte keine diskriminierung geben Thema dieser Ausgabe“, verteidigte der sozialdemokratische Minister.
Bis 2017 durften Homosexuelle in Deutschland kein Blut spenden, angeblich wegen des erhöhten Risikos, sich mit durch Blut übertragbaren Krankheiten zu infizieren, aber in diesem Jahr wurden die Regeln geändert, um nur diejenigen auszuschließen, die in den letzten 12 Monaten Geschlechtsverkehr hatten.
2021 wird diese Zeit der sexuellen Abstinenz von der Bundesärztekammer auf vier Monate verkürzt, sofern die sexuelle Handlung nicht „mit einem neuen Partner oder mit mehr als einem Partner“ begangen wird.
Jedoch, Auch dieses Kriterium wurde als diskriminierend kritisiertdenn Heterosexuellen ist diese Frist nur dann verwehrt, wenn sie „häufig den Partner wechseln“.
„Sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität dürfen keine Ausschlusskriterien sein“, heißt es in dem Änderungsentwurf des Gesundheitsministeriums.
Danach kann das Risiko eines potenziellen Spenders nur anhand seines individuellen Verhaltens und nicht anhand der Merkmale der Gruppe, zu der er gehört, bestimmt werden.
DAS Die Änderungen des Transfusionsgesetzes treten voraussichtlich am 1. April in Kraft und dass die Bundesärztekammer vier Monate Zeit hat, die Regelungen anzupassen.
Im vergangenen Jahr warnte ein Bericht der deutschen Gesundheitsbehörden, dass die mittelfristige Versorgung mit Spenderblut aufgrund der Bevölkerungsalterung und der Spendenzurückhaltung junger Menschen unsicher sei.
Laut Daten vom September 2022, In Deutschland werden täglich etwa 15.000 Blutspender zur Behandlung von Patienten benötigt und um die Nachhaltigkeit des Prozesses zu gewährleisten, muss dieses Volumen mittelfristig verdoppelt werden.



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