„Pentschuldigt sich bei den Betroffenen, aber es bleiben Fragen offen“, sagte der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz in einem von der spanischen Nachrichtenagentur EFE zitierten Schreiben.
Ratzinger, der heute im Alter von 95 Jahren gestorben ist, steht in der Kritik, zwei wegen sexuellen Missbrauchs verurteilte Priester weiterhin pastorale Aufgaben in der Erzdiözese München wahrnehmen zu lassen.
Damals machte er widersprüchliche Angaben über seine Teilnahme an einem Treffen, bei dem einer der beiden Priester weiter als Pfarrer tätig sein durfte.
In einem heute veröffentlichten Brief würdigte der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz das Wirken Joseph Ratzingers als Theologen, der „stets der Stimme des Evangeliums Gehör verschafft“ und deutlich gemacht habe, dass sexuelle Gewalt unverzeihlich sei.
Sexueller Missbrauch durch Priester war einer der Fälle, die sein Papsttum erschütterten, das weniger als acht Jahre dauerte.
Benedikt XVI. ordnete eine Untersuchung der beteiligten Diözesen an, bezeichnete die Übergriffe als „abscheuliches Verbrechen“ und entschuldigte sich bei den Opfern.
„Vergebung ersetzt nicht Gerechtigkeit“, sagte Benedikt XVI. während seiner Reise nach Portugal im Mai 2010.
Der emeritierte Papst starb heute im Alter von 95 Jahren und erschütterte die Kirche, als er am 11. Februar 2013 aus gesundheitlichen Gründen vom Papstamt zurücktrat.
Joseph Ratzinger wurde 1927 in Marktl am Inn im Bistum Passau geboren und war von 2005 bis 2013 Papst.
Ratzinger wurde der erste Deutsche an der Spitze der katholischen Kirche seit Jahrhunderten und der Vertreter der dogmatischsten Linie der Kirche.
Neben dem sexuellen Missbrauch Minderjähriger durch Priester ist „Vatileaks“, der Fall, in dem geheime päpstliche Dokumente ans Licht kamen, ein weiterer umstrittener Fall seines Papsttums.
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