„[Bento XVI] den Gläubigen den Reichtum der Schätze der katholischen Kirche mit Geist und Seele übermittelt. Das werde das Andenken des emeritierten Papstes prägen, sagte Steinmeier und fügte hinzu, Benedikt XVI. geniesse weltweit hohes Ansehen, daran habe sich auch nach seinem Rücktritt vom Papsttum im Jahr 2013 nichts geändert, so die Deutsche Nachrichtenagentur DPA.
Ebenso dankte ihm der Bundespräsident dafür, dass er an der Trauerfeier auf dem Petersplatz teilnehmen konnte und dass Papst Franziskus zuvor eine deutsche Delegation empfangen hatte.
Frank-Walter Steinmeier betonte, dass der emeritierte Papst stets in der katholischen Tradition verwurzelt sei, gleichzeitig aber einen Dialog mit der Kirche und anderen Religionen aufgebaut habe.
„Er selbst hat sowohl mit Muslimen als auch mit Juden Gespräche geführt“, unterstrich er, erinnerte aber auch an den Besuch von Joseph Ratzinger in Deutschland und seine Rede vor dem Abgeordnetenhaus. [Bundestag].
„Er ist der erste Papst, der vor dem Deutschen Bundestag spricht“, sagte er.
Der Bundespräsident betonte, Benedikt XVI. setze sich dafür ein, Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche entgegenzutreten.
„Der Prozess der Versöhnung mit der Vergangenheit ist im Gange und muss fortgesetzt werden“, betonte das deutsche Staatsoberhaupt.
Benedikt XVI. starb am 31. Dezember im Alter von 95 Jahren und wurde heute nach einer Trauerfeier unter dem Vorsitz von Papst Franziskus in der Krypta des Petersdoms im Vatikan beigesetzt.
Etwa 50.000 Menschen nahmen heute auf dem Petersplatz an der Beerdigung des emeritierten Papstes teil.
Der italienische Präsident Sergio Mattarella und die italienische Premierministerin Giorgia Meloni waren unter den Würdenträgern, die an der Beerdigung teilnahmen. Das deutsche Staatsoberhaupt, Bundeskanzler Olaf Scholz, König Philipp und Königin Mathilde von Belgien sowie die emeritierte Königin Sofia von Spanien waren unter den Würdenträgern, die an der Zeremonie teilnahmen.
Die portugiesische Nation wurde bei der Zeremonie durch den Präsidenten der Republik, Marcelo Rebelo de Sousa, und durch die Justizministerin, Catarina Sarmento e Castro, vertreten.
Joseph Ratzinger, der zwischen 2005 und 2013 Papst wurde, wurde 1927 in Marktl am Inn im deutschen Bistum Passau geboren und war der erste Deutsche an der Spitze der katholischen Kirche seit Jahrhunderten und ein Vertreter der dogmatischsten Linie der Kirche.
Der emeritierte Papst Benedikt XVI. erschütterte die Kirche, indem er am 11. Februar 2013 aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als Papst niederlegte, zwei Monate bevor er seine achtjährige Amtszeit feierte.
Sexueller Missbrauch von Minderjährigen durch Priester und die „Vatileaks“, in denen geheime päpstliche Dokumente aufgedeckt wurden, waren Themen, die sein Papsttum befeuerten.
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