Der Angriff auf das deutsche Schienennetz sei „zielgerichtet und professionell“ gewesen, teilte die Landespolizei mit

Der Kabelbruch, der am Samstag den Zugverkehr in Deutschland unterbrach, sei „professionell“ und verdeutliche, wie anfällig die Infrastruktur des Landes für Sabotage sei, sagte der Chef der Gewerkschaft der Polizei des Landes laut RedaktionsNetzwerk Deutschland.

„Das war ein gezielter und professioneller Angriff auf die Bahn“, sagte Andreas Roßkopf, Vorsitzender der Hauptgewerkschaft der Polizei, gegenüber RedaktionsNetzwerk. Deutsch.

Der Bahnverkehr in Norddeutschland wurde am Samstag für mehrere Stunden unterbrochen, nachdem die für den sicheren Betrieb der Züge erforderlichen Kabel bei einem Sabotageakt, wie Verkehrsminister Volker Wissing es nannte, durchtrennt wurden. Niemand hat die Verantwortung übernommen und es wurden keine Verdächtigen identifiziert.

Der Vorfall ließ Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der deutschen Infrastruktur aufkommen. Der Zugverkehr wurde in der Vergangenheit durch Vorfälle von Draht- und Metalldiebstahl unterbrochen, und es gab Fälle von deutschen Aktivistengruppen, die Kabel durchtrennten, um Züge zu stören. Der aktuelle Angriff, der nur wenige Wochen nach der Explosion zweier Gaspipelines zwischen Russland und Deutschland erfolgt, hat Bedenken hinsichtlich der deutschen Unterstützung für die Ukraine geweckt.

Der Umweltpolitiker Anton Hofreiter sagte der Mediengruppe FUNKE, die Sabotage erinnere ihn an die Störung der Nord-Stream-Pipeline, wo „der Weg in den Kreml führt“. Russland hat eine Beteiligung an der Nord-Stream-Explosion bestritten.

„Vielleicht waren beides Warnschüsse, weil wir zur Ukraine stehen“, fügte Hofreiter hinzu.

Inzwischen seien auch staatliche Sicherheitskräfte in die Ermittlungen eingebunden und bislang gebe es keine Hinweise auf Terrorismus oder ausländische staatliche Beteiligung, teilte das Landeskriminalamt Berlin laut einem Reuters-Bericht am Sonntag mit.

Die Gewerkschaften der Polizei sehen mehr Sabotage bei der Deutschen Bahn als möglich und fordern eine Verstärkung des Überwachungssystems.

„Die Sabotage des Schienennetzes am Samstag hat uns deutlich gezeigt, wie verletzlich Deutschlands kritische Infrastruktur ist“, sagte Roßkopf.

Über ein Motiv für den Angriff sei nichts bekannt, die Bundespolizei prüfe die Angelegenheit, sagte Wissings Verkehrsminister am Samstag auf einer Pressekonferenz. Ob die Aktion im Zusammenhang mit Russlands Krieg gegen die Ukraine stand, konnte er nicht sagen.

Lora Kaiser

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