Deutschlands Cybersicherheitschef wird Verbindungen zu Russland verdächtigt

Deutschland erwägt, den Leiter seiner Cybersicherheitsbehörde wegen angeblicher Kontakte zu russischen Geheimdiensten zu entlassen, zu einem Zeitpunkt, an dem das Land mögliche Sabotageakte Moskaus fürchtet.

„Es wird bald zu einem Wechsel in der Position des BSI-Präsidenten kommen“, sagte eine regierungsnahe Quelle am Montag gegenüber dem Büro von France-Presse.

Arne Schönbohm, der die dem Innenministerium nahestehende Bundesbehörde leitet, sagte Medienberichten zufolge nahe einer Vereinigung von Cybersicherheitsberatern, die im Verdacht stehen, Kontakte zu russischen Geheimdiensten zu haben.

Angesprochen auf die mögliche Nachfolge Schönbohms sagte Innenministerin Nancy Faeser: „Im Moment kann man nur sagen, dass das ein Vergehen ist, das wir ernst nehmen.“

„Zunächst werden wir die notwendigen Maßnahmen analysieren und dann umsetzen“, fügte er hinzu.

Arne Schönbohm wird wegen angeblicher Kontakte zu einem von ihm 2012 mitgegründeten Verein „Cyber-Sicherheitsrat Deutschland“ (CSRD) mit Sitz in Berlin zur Beratung von Unternehmen, Behörden u politische Entscheidungsträger zu Fragen der Cybersicherheit.

Dieser Link zuerst Der Untersuchungsgegenstand wurde am Freitagabend in einer Sendung des öffentlich-rechtlichen Fernsehsenders ZDF vorgestellt.

Genauer gesagt wurde eines der CSRD-Mitgliedsunternehmen ins Visier genommen, da es sich um eine Tochtergesellschaft des russischen Cybersicherheitsunternehmens OAO Infotecs handelt, das nach Informationen von Ermittlungsnetzwerk „Policy Network Analytics“, gegründet von ehemaligen Mitarbeitern des russischen Geheimdienstes KGB.

CSRD Rangfolge diesen Montag Vorwürfe, es stünde unter russischem Einfluss, als absurd.

Laut der Wirtschaftszeitung Handelsblatt ist Schönbohm das Ziel „großer Unzufriedenheit“ innerhalb der Regierung.

DAS Rücktritt kann danach entstehen Deutschland erlitt am Samstag massive Sabotage im Eisenbahnsektor. Manche sprechen in diesem Zusammenhang von russischer Einmischung im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.

Die Ereignisse folgen auf die kürzlich in der Ostsee beobachteten Lecks an den Gaspipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2, die die Behörden auch als Sabotage bezeichnet haben.

Am Sonntag forderten mehrere deutsche Beamte einen verstärkten Schutz der massiven nationalen Infrastruktur im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, und die konservative Opposition forderte ein Überdenken der Sicherheitsarchitektur Deutschlands und der Europäischen Union.

Bereits vor Beginn der Invasion der Ukraine am 24. Februar wurde Russland wiederholt Cyberspionage gegen Deutschland vorgeworfen.

Ricarda Lange

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