Deutscher Fußball-Bund verstärkt Menschenrechtsverteidigung in Katar

BERLIN, 22. Oktober (dpa/EP) –

Der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Bernd Neuendorf, kündigte an, bei seiner nächsten Katar-Reise Ende Oktober zusammen mit Bundesinnenministerin Nancy Faeser über Menschenrechte sprechen zu wollen.

„Die Position des DFB ist klar: Wir unterstützen weiterhin den Fifa-Entschädigungsfonds für die Familien von Arbeitern, die (beim Bau des Stadions in Katar) getötet oder verletzt wurden“, sagte Neuendorf dem Mediennetzwerk RND.

Faeser und seine Delegation, darunter der Präsident des DFB, werden voraussichtlich ab dem 31. Oktober einen zweitägigen Besuch in Katar absolvieren. Die Weltmeisterschaft beginnt am 20. November und läuft bis zum 18. Dezember.

„Diese Reise wird sich auf die Menschenrechtsthemen konzentrieren, die rund um das Turnier diskutiert werden, wie der Schutz von Queers vor Diskriminierung und Missbrauch sowie die Verantwortung für die Wanderarbeiter, die das Copa del Rey-Stadion gebaut haben. Welt“, sagte ein Sprecher des Innenministers.

Neuendorf sagte, er würde gerne noch einmal mit Fifa-Präsident Gianni Infantino in Doha sprechen. Beim Austausch mit Scheich Hamad bin Chalifa Al Thani, dem Präsidenten des Qatar Football Association, und mit der katarischen Regierung, sagte er, würden unter anderem Forderungen nach Arbeitsmigrantenzentren im Vordergrund stehen.

Der DFB-Präsident wies darauf hin, dass sich der Verband zuletzt regelmäßig mit Amnesty International und Human Rights Watch austausche. Neuendorf sagte, die Ansichten dieser Organisationen seien in Gespräche mit den Fußballvertretern der FIFA und Katars eingebracht worden und würden bei der gemeinsamen Reise mit Faeser eine Rolle spielen.

Herrick Vogt

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