Deutschland sollte es vermeiden, mit China dieselben Beziehungsfehler zu wiederholen, die in den letzten Jahren zu Russland gemacht wurden, sagte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock am Dienstag auf einem außenpolitischen Forum in Berlin.
Der Minister sagte, Deutschland stehe vor einem „Wettbewerbssystem“ zwischen Ländern, die an internationales Recht und Zusammenarbeit glauben, und autoritären Regimen.
„Ich habe sehr deutlich gesagt, dass die Ökonomie der einseitigen Abhängigkeit uns politischer Erpressung aussetzt. Was Russland betrifft, ist das jetzt verschüttete Milch“, sagte Baerbock und räumte ein, dass Deutschland Warnungen seiner osteuropäischen Partner vor seiner Abhängigkeit von russischer Energie ignoriert habe.
„Wir müssen sicherstellen, dass wir diesen Fehler nicht noch einmal machen, und das bedeutet, dass wir das in unserer China-Politik berücksichtigen müssen.“ Er wies darauf hin, dass die von Bundeskanzler Olaf Scholz entworfene „Nationale Sicherheitsstrategie“ die deutsche China-Strategie beinhalten werde, die in die EU-Strategie integriert werde.
Die Bundesregierung hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland verstärkt – insbesondere im Energiesektor, trotz Einwänden in Osteuropa gegen ein Pipeline-Projekt, das Russland direkt mit Deutschland verbindet.
Berlin hat Schwierigkeiten, Ersatzgaslieferungen zu finden, da die Beziehungen nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine einbrachen. Russland liefert seit Ende August kein Gas mehr nach Deutschland.
Deutsche Unternehmen haben in den vergangenen Jahren stark in China investiert, das Land ist einer der größten Handelspartner Deutschlands. Scholz‘ Regierung ist seit ihrem Amtsantritt im Dezember gegenüber Peking vorsichtiger als ihre Vorgänger.



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