BERLIN, 9 (DPA/EP)
Die Berliner Sicherheitsdienste, die unter anderem für politisch motivierte Straftaten zuständig sind, haben Ermittlungen wegen der Sabotage am vergangenen Samstag auf einer Bahnstrecke im Norden des Landes aufgenommen.
Der Bahnbetreiber Deutsche Bahn (DB) berichtete später, dass seine Kommunikationsleitungen versehentlich an zwei Stellen unterbrochen wurden, was zur vorübergehenden Unterbrechung aller Linien führte. Insbesondere Glasfaserkabel aus dem Berliner Stadtteil Hohenschönhausen und der nordrhein-westfälischen Stadt Herne wurden gleichzeitig beschädigt.
Ein Polizeisprecher hat klargestellt, dass unklar bleibt, ob die Beschädigung der Leitung politisch motiviert war und dass Agenten alle Möglichkeiten untersuchen.
Durch die Panne fiel auch das Reservierungssystem des Bahnbetreibers aus, alle Fernzüge und einige Regionalzüge wurden ausgesetzt, unzählige Pendler blieben an den Bahnhöfen hängen.
„Für den Schienenverkehr wichtige Kabel wurden bewusst und gezielt gekappt“, sagte Bundesverkehrsminister Volker Wissing.
In diesem Zusammenhang haben Vertreter der Gewerkschaft der Polizei in dieser Woche den Ausbau des Überwachungssystems gefordert.
„Bei Eisenbahnen ist diese Art der Sabotage immer möglich, weil Kabeltrassen oft auch im Freien liegen und nicht vollständig bewacht sind“, sagte Andreas Roßkopf, Leiter der Abteilung Bundespolizei und Zoll. RND-Netzwerk.
„Deshalb brauchen wir moderne Überwachungsstrukturen auf den Bahnen, nämlich Drohnen und Sensorik an den Kabelschächten, sowie eine Stärkung des Bahnsicherheitspersonals selbst“, erklärte Rosskopf.
Zur Sabotage vom Samstag fügte er hinzu, dass „aufgrund einer strukturierten Planung davon ausgegangen werden kann, dass es sich um einen möglichen Terroranschlag der Täter handelt“.



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