Deutsche Arbeitgeber warnen vor Insolvenz vieler Unternehmen
Aus Angst vor einer Serie von Unternehmenspleiten und einer sich vertiefenden wirtschaftlichen Rezession in Deutschland hat Bundeskanzler Olaf Scholz eine Ausweitung der Hilfsmaßnahmen für die deutsche Wirtschaft angekündigt. „Wir arbeiten intensiv daran, das aktuelle Programm auszubauen“, sagte Scholz am Dienstag in einer Rede vor dem Deutschen Arbeitgebertag, wo er Unternehmen dazu ermutigte, ihren Mitarbeitern Gehaltszuschläge zu zahlen, damit sie die steigenden Stromkosten bewältigen können. „Die Bundesregierung hat beschlossen, auf diese Sonderzahlung von bis zu 3.000 Euro aus Steuern und Sozialabgaben zu verzichten, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften zustimmen“, so die Sozialdemokraten, die hoffen, dass auch die Unternehmen ihren Beitrag zum gemeinsamen Vorgehen leisten.
Kurz zuvor hatte der Bundeswirtschaftsminister, der grüne Robert Habeck, neue Maßnahmen zur Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen angekündigt, von denen viele mit Produktionsproblemen und wegen schwindelerregender Energiepreissteigerungen sogar von der Insolvenz bedroht sind. . Habeck betonte, dass KMU mit hohem Energieverbrauch so bald wie möglich Zuschüsse bekommen würden, um ihre Strom- und Gasrechnungen zu decken. Es hänge alles davon ab, wie schnell sich die Dreierkoalition der Regierung aus Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen einigen werde, sagte der Bundesvizekanzler.
Rainer Dulger, Präsident des Deutschen Arbeitgeberverbandes, warnt davor, dass dem Land trotz geplanter Hilfen der Berliner Führungskräfte wegen der Gaskrise und der hohen Inflation eine Rezession droht. „Die deutsche Wirtschaft blickt angesichts der aktuellen Situation mit großer Sorge um die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland“, betonte Dulger auf dem Kongress. Die deutsche Wirtschaft habe mit einer „dramatischen Wirtschaftslage, extrem hohen Energiepreisen und Versorgungsengpässen bei Rohstoffen, Vorprodukten und anderen Gütern“ zu kämpfen, obwohl sich dies in der Vergangenheit immer wieder gezeigt habe. Anker der Stabilität für Deutschland und Europa.
„Das ist das Signal, das wir heute und in Zukunft senden wollen. Wenn wir die Wirtschaft stärken, stärken wir das Land und sichern Arbeitsplätze“, sagte Dulger, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der in einer Stellungnahme gegenüber der ARD schnelle und effektive Hilfen für kleine und mittlere Unternehmen fordert „Der Mittelstand muss geschützt werden.“ Scholz seinerseits erinnerte an die Fortschritte im Kampf gegen die Energiekrise, die durch die Sperrung der Gaslieferungen durch Russland wegen der Sanktionen wegen des Einmarsches in die Ukraine erzielt wurden. Der Außenminister betonte, dass zwei Kernkraftwerke bis Ende des Jahres abgeschaltet werden, um Stromausfälle zu vermeiden, auch 2023 weiter betrieben werden und ist zuversichtlich, dass das Hafenterminal für Flüssiggas bis Ende nächsten Jahres in Betrieb gehen wird.
„Bis Ende nächsten Jahres werden wir in der Lage sein, den gesamten Bedarf an Gas zu importieren“, versicherte der Berliner Regierungschef. Scholz verweist konkret auf die in Betrieb gehenden Flüssiggasterminals in Stade, Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Lubmin, aber auch auf Gaspipelines aus Norwegen und den Niederlanden. Die Bundesregierung werde dafür sorgen, dass die Gaspreise wieder sinken, sagte die Bundeskanzlerin und unterstrich auch das dreiseitige Engagement für notwendige und dringende Energiewende. „Wasserstoff ist das Gas der Zukunft und wir werden die ‚Explosion‘ herbeiführen“, betonte er, während er versprach, dass seine Exekutive dieses Jahr alle notwendigen Gesetze verabschieden werde, um alle Pläne zur Förderung alternativer Energien zu beschleunigen.



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