Deutschland will die Einbürgerung erleichtern, um ausländische Arbeitskräfte anzulocken

Die Bundesregierung hat heute ein Projekt vorgestellt, das darauf abzielt, Einbürgerungsverfahren zu beschleunigen und die doppelte Staatsbürgerschaft zu legalisieren, um qualifizierte ausländische Arbeitskräfte anzuziehen, die für die Ankurbelung der durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine erforderlichen Wirtschaft unerlässlich sind.

Der Personalmangel macht sich in Europas größter Volkswirtschaft bemerkbar und bedroht das Wachstumspotenzial in den kommenden Jahren, sagen Experten.

„Für viele Unternehmen ist die Suche nach Fachkräften eine existenzielle Frage“, sagte Arbeitsminister Hubertus Heil laut der Nachrichtenagentur AFP bei einem Seminar zu diesem Thema.

Von der Regierung vorbereitete Dokumente zeigen, dass sich Deutschland als „attraktives Einwanderungsland im internationalen Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte“ zeigen müsse.

Die allgemeinen Einwanderungsbedingungen müssten verbessert werden, damit „ausländische Fachkräfte und ihre Familien in Deutschland leben und arbeiten wollen“, fügte er hinzu.

Zu den untersuchten Maßnahmen gehören die „Berechtigung zur doppelten Staatsbürgerschaft und die Vereinfachung der Einbürgerung“.

Ausländer können Deutsche „erst nach fünf Jahren Aufenthalt und drei Jahren bei sehr erfolgreicher Integration“ einbürgern.

Die mit Grünen und Liberalen verbündete sozialdemokratische Regierung von Olaf Scholz will das Projekt in den kommenden Monaten vorstellen.

Um das Verfahren zu vereinfachen, schlagen Unternehmensvertreter vor, die Verpflichtung zur Überprüfung der Sprachkompetenz von Migranten abzuschaffen.

Deutschland will auch durch den Ausbau von Kindertagesstätten mehr Frauen zum Eintritt in den Arbeitsmarkt motivieren.

Mit einer alternden Bevölkerung braucht gerade Deutschland Personal, das in der Lage ist, den digitalen Wandel und die Energiewirtschaft zu gestalten.

Laut Bundesagentur für Arbeit gab es im August 887.000 Stellenangebote, 108.000 mehr als im Vorjahr. (Telam)

Lora Kaiser

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