Deutschland verstärkt seine Cybersicherheitsmaßnahmen aufgrund des Krieges in der Ukraine | Deutschland | DW

Zu den neuen Maßnahmen gehören die Einführung eines zentralen sicheren Videokonferenzsystems für Bundesverwaltungen sowie eine beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angesiedelte Plattform zum Austausch von Informationen zu Cyberangriffen.

Teil des Plans ist es, die Cyber-Resilienz kleiner und mittlerer Unternehmen zu fördern, wenn sie unter die sogenannte „kritische Infrastruktur“ fallen, nämlich in den Sektoren Verkehr, Ernährung, Gesundheit, Energie und Wasser.

Auch die Computerinfrastruktur des nationalen Geheimdienstes werde modernisiert, erklärte Innenministerin Nancy Faeser am Dienstag (7.12.2022).

Sabotage und Fehlinformationen sind in der Lage, „das Funktionieren unserer Gemeinschaften und Volkswirtschaften massiv und nachhaltig zu schädigen oder sogar zu stören“, heißt es in dem Dokument zur Cybersicherheit.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Beauftragte der Bundesregierung für Technologie sowie Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (IMC) und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Beauftragte der Bundesregierung für Technologie sowie Markus Richter, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (IMC) und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik.

„Daher darf die Stärkung der Cyber-Resilienz von Bundesbehörden, staatlichen und anderen zivilen Infrastrukturen und insbesondere kritischen Infrastrukturen nicht verzögert werden“, fügte er hinzu.

Faeser ging noch einen Schritt weiter und schlug eine Änderung des Grundgesetzes (Verfassung) vor, damit das BSI unter seinem Ministerium die zentrale Zuständigkeit für dieses Thema bekommt.

Derzeit liegt die Verantwortung für die Cybersicherheit bei den Bundesländern, das BSI kann nur Amtshilfe leisten. Angesichts der wachsenden Bedrohung sei dies nicht mehr zeitgemäß, sagte der Minister in Berlin.

Er versicherte auch, die Länder seien mit der Aufgabe „überfordert“ und positiv auf den Verfassungsänderungsvorschlag reagiert worden.

In den letzten Jahren wurden mehrere große Cyberangriffe auf der ganzen Welt mit Hackern in Verbindung gebracht, die mit den russischen Geheimdiensten in Verbindung stehen oder zu ihnen gehören. Der Kreml weist jede Verantwortung zurück.

KP (efe, dpa)

Friederic Beck

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