mindestens 103 tot, keine nachrichten hunderte

Schlechtes Wetter – „Todesflut“, Schlagzeile täglich Bild An diesem Freitag, 16. Juli. Deutschland sucht weiterhin nach Hunderten von Menschen, von denen viele nach Überschwemmungen, die den Westen des Landes verwüsteten und fast 103 Menschen töteten, immer noch keine Nachrichten haben, so ein nach oben revidierter Bericht am späten Morgen.

„Ich befürchte, wir werden in den nächsten Tagen erst ein komplettes Desaster erleben“, warnte Bundeskanzlerin Angela Merkel am späten Donnerstag von ihrem Besuch in Washington.

Sintflutartige Regenfälle haben in den letzten Tagen mehrere europäische Länder heimgesucht und unter den von den Sturzfluten geschockten Bewohnern Trauer und Schrecken gesät. Belgien mit mindestens 9 Toten, Luxemburg und die Niederlande, wo mehrere Stadtteile von Maastricht evakuiert werden mussten, wurden von schlechtem Wetter heimgesucht.

Aber Deutschland zahlte mit 103 Toten den höchsten Preis. Belgien, mit mindestens 23 Toten laut Medienberichten vom Freitag, 16. Juli, Luxemburg und die Niederlande, wo mehrere Stadtteile von Maastricht evakuiert werden mussten, waren ebenfalls betroffen. Alle diese Länder beklagen derzeit mindestens 126 Todesfälle.

Die Bilanz könnte steigen, da die Zahl der noch Vermissten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz am stärksten betroffen ist.

Keine Nachrichten 1.300 Personen

Allein in der letztgenannten Region gaben die Behörden an, noch keine Nachricht von 1.300 Menschen in der am stärksten betroffenen Region, nämlich Bad Neuenahr-Ahrweiler, zu haben. Allerdings zitiert der Sprecher von Bild Geben Sie diese Nummer ein, da Störungen im Telefonnetz verhindern, dass große Bevölkerungsgruppen erreicht werden.

Konkret: „Wir zählen immer noch 40, 50 oder 60 Vermisste und wenn es Menschen gibt, die so lange kein Lebenszeichen mehr von sich geben (…), müssen wir das Schlimmste befürchten“, sagte Innenminister Roger Lewentz weiter Der SWR Fernsehsender. .

„Daher dürfte die Maut in den kommenden Tagen weiter steigen“, warnte er.

Zudem soll es in einigen westlichen Landesteilen weiter regnen. Und der Pegel des Rheins und einiger seiner Nebenflüsse steigt gefährlich an.

Fast tausend Soldaten wurden eingesetzt, um bei Rettungs- und Aufräumarbeiten in Städten und Dörfern zu helfen, die alle das gleiche Bild der Verwüstung bieten: Straßen und Häuser in Wasser getaucht, umgestürzte Autos, umgestürzte Bäume.

Auch am Freitag, 15. Juli, bleiben viele Stadtteile von der Welt abgeschnitten.

Großer Schaden

In Ahrweiler sind tatsächlich mehrere Häuser eingestürzt. Unter den Trümmern vermittelt die Stadt das Gefühl, Opfer eines Tsunamis geworden zu sein.

Euskirchen, etwas weiter nördlich, war wahrscheinlich eine der am stärksten betroffenen Städte, mit mindestens 20 Toten auf der Stelle. Die sonst so schöne Innenstadt sah aus wie ein Trümmerfeld, die Fassaden der Häuser wurden vom Hochwasser völlig zerfetzt.

Außerdem drohte der nahe gelegene Damm einzustürzen.

„Wo kommt der ganze Regen her? Das ist verrückt“, bewegt vonAFP Annemarie Müller in Mayen, die von ihrem Balkon aus ihren überfluteten Garten betrachtet. Nachts „machte es diese Art von Lärm und angesichts der Geschwindigkeit, mit der es abstieg, dachten wir, es würde die Tür aufbrechen“.

„Das ist eine Katastrophe, eine Tragödie“, bilanziert Angela Merkel aus Washington.

Erderwärmung?

Heftige Regenfälle überschwemmten Flüsse, entwurzelten Bäume, überschwemmten Straßen und Häuser.

Dieses schlechte Wetter hat die Frage der globalen Erwärmung in den Mittelpunkt des laufenden Wahlkampfs in Deutschland gerückt, mit dem Ziel einer Bundestagswahl am 26. September, bei der Angela Merkel ihr Amt niederlegen wird.

„Diese extremen Wetterkapriolen sind eine Folge des Klimawandels“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer, auf den sich Deutschland „besser vorbereiten“ müsse.

Die wärmere Atmosphäre hält mehr Wasser und kann zu extremen Regenfällen führen. Dies kann in städtischen Gebieten mit schlecht entwässerten Wasserstraßen und Gebäuden in Überschwemmungsgebieten verheerende Folgen haben.

Alle Kandidaten treten nach Vereinbarung an. „Das bedeutet, dass wir Klimaschutzmaßnahmen beschleunigen müssen – auf europäischer, nationaler und globaler Ebene“, fordert Armin Laschet, Merkels Kandidat der Konservativen und Wahlfavorit.

Er versprach eine „nationale Mobilisierung zur Behebung des Schadens“.

Auch Nachbarn aus den am stärksten betroffenen Regionen Deutschlands, Belgiens, der Niederlande und Luxemburg waren betroffen.

In Belgien werden noch vier Personen vermisst. In vier der zehn Provinzen des Landes wurden Truppen eingesetzt, um an Rettungsaktionen und insbesondere an verschiedenen Evakuierungen teilzunehmen. Seit Mittwoch, dem 14. Juli, wurden Zelte bereitgestellt, um die Bewohner von Spa, der Unterwasserkurstadt, umzusiedeln.

Siehe auch im Le Huffpost: Aufruf zur Evakuierung von Lüttich nach Überschwemmungen in Belgien und Deutschland

Lora Kaiser

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