Deutschland ist laut Cybersicherheitsamt von „angespannt bis kritisch“ durch Cyberangriffe bedroht

BERLIN, 21. Oktober (DPA/EP) –

Deutschland drohen „spannungskritische“ Cyberangriffe, warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), die für die Sicherheit der Informationstechnik zuständige Bundesbehörde, am Donnerstag.

So hat das BSI in seinem Bericht 2021 die aktuelle Alarmstufe für Deutschland von der letztjährigen „Anspannung“ angehoben. Der Präsident des BSI, Arne Schönbohm, warnte derweil davor, dass in einigen Bereichen die maximale Alarmstufe erreicht sei, da Cyberkriminelle in ihren Methoden professioneller würden, während die Gesellschaft zunehmend digital vernetzt sei.

Der Bericht warnt davor, dass schwerwiegende Fehler in IT-Produkten weit verbreitet sind. „Informationssicherheit muss viel wichtiger werden und Grundlage aller Digitalisierungsprojekte sein“, sagte er.

Laut BSI nutzen Kriminelle nun eine mehrschichtige Angriffsstrategie, die bisher nur für Cyberspionage genutzt wurde. Einer davon ist, dass ein „Hacker“, der ein Lösegeld für das System des Opfers aushandelt, gleichzeitig einen Angriff auf das neue System startet, das das Opfer verwendet, um seinen Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten. Eine andere Methode besteht darin, dass Hacker gestohlene Daten auf „Leak-Seiten“ posten, um den Druck zu erhöhen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer vermied derweil eine direkte Antwort auf die Frage, ob das ihm unterstellte BSI ein eigenes Ministerium unter einer neuen Regierung werden solle, die aus Gesprächen zwischen Sozialdemokraten, Grünen und Liberalen hervorgegangen sei. Seehofer beschränkt sich darauf zu sagen, dass öffentliche Sicherheit nicht von Cybersicherheit getrennt werden kann.

Rafael Schröder

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