Deutschland wirft Putin vor, „sogar Kinder“ in der Ukraine zu vernichten | Europa | DW

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat den russischen Präsidenten Wladimir Putin scharf für die vielen Kinder verurteilt, die bei der russischen Invasion in der Ukraine starben.

In einem Interview mit der Wochenzeitung Der Spiegel und am Sonntag (7.10.2022) veröffentlicht, beschrieb Baerbock das Ansehen von Fotos von Kindern, die während eines Besuchs in der Ukraine aufgenommen wurden, als einen der „schlimmsten Momente“ seiner bisherigen Amtszeit.

„Das erklärt auch, dass man derzeit nicht mit Putin verhandeln kann“, sagte er. „Das ist Ausrottung. Sogar Kinder“, fügte er über Russlands Offensive bei seiner Invasion in der Ukraine hinzu.

„Nichts-tun-können ertragen müssen: Das ist manchmal auch außenpolitische Brutalität“, klagt Baerbock.

Er deutete auch an, dass er „humanitäre Korridore aus umstrittenen Gebieten in der Ukraine“ sichern wolle. Allerdings müsse ein solches Versprechen auch militärisch untermauert werden, betonte er.

Obwohl der Westen die Ukraine mit Waffen versorgte, schloss Baerbock ein direktes deutsches Militärengagement im Land aus. Als Grund wird angegeben, dass Putin den Schritt als direkte Beteiligung des Westens am Krieg sehen könnte.

dpa/afp/rr

Friederic Beck

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