Bundesfinanzminister Christian Lindner berichtete an diesem Freitag über die Pläne des Landes, im jahr 2024 zur Sparpolitik zurückzukehren und Schulden zu reduzieren, und erklärte auch, dies sei ein „Signal an die Europäische Zentralbank“ (EZB).
Nach Angaben des von der spanischen Nachrichtenagentur Efe zitierten Beamten sei die Vorlage der ersten Version des deutschen Haushalts für 2023 ein „Signal an die EZB“ gewesen, sagte er.
„Wir möchten, dass dieser Haushalt eine Botschaft aussendet und dass dies unser Beitrag zur Bekämpfung der Inflation ist, indem wir die Schulden abbauen“, betonte er und betonte, dass „die EZB tun muss, was sie für angemessen hält“.
Deutschland plant für 2023, erstmals seit 2019 die sogenannte „Schuldenbremse“ zu erfüllen.
Der im Grundgesetz verankerte Schuldenerlass verlangt, dass das Defizit in wirtschaftlich normalen Zeiten 0,35 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP) nicht übersteigt.
„Diese Regierung hat Ambitionen, die Verschuldung wieder zu bremsen. Das ist etwas, das viel Aufwand erfordert“, sagte der Minister.
Laut Efe ist es notwendig, von einem für 2022 geschätzten Defizit von 140.000 Millionen Euro auf ein Defizit von 17.200 Millionen Euro im jahr 2024 zu kommen.
Lindner betonte zudem, dass es neben der Einhaltung verfassungsrechtlicher Vorgaben auch wirtschaftliche Gründe für eine Rückkehr zum Sparkurs gebe, etwa steigende Zinsen.
„Die Zinserhöhung ist ein klares Signal des Marktes, dass es nicht so weitergehen kann wie in den letzten Jahren. Wir können nicht weiter hohe Schulden bezahlen. Die Schulden von heute sind die Steuererhöhung von morgen“, sagte er.
„Schulden verursachen auch Inflation und ich möchte nicht noch einmal Inflation verursachen“, sagte er.
Zu den geplanten Maßnahmen zur Reduzierung des Defizits gehören ein Personalabbau um 1,5 % und Haushaltskürzungen in sieben Ministerien.
Allerdings schloss Lindner die Möglichkeit einer Steuererhöhung aus und sagte, dies würde „die wirtschaftliche Erholung sabotieren“.



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