Daten veröffentlicht im Deutschen Ärzteblatt, dem offiziellen Organ der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
Da Hitze selten als direkte Todesursache erwähnt wird, verwenden Wissenschaftler statistische Modelle, um die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit hohen Temperaturen abzuschätzen. Im Sommer 2018 starben den Forschern zufolge rund 8.700 Menschen – der zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881.
Die Zahlen stellen laut der Studie „einen ähnlichen Index dar wie 1994 und 2003, die ebenfalls historische Hitzewellen aufzeichneten“ und hatten jeweils etwa 10.000 Todesfälle.
Schätzungen zufolge gab es im Jahr 2019 6.900 hitzebedingte Todesfälle. Und im Jahr 2020 3,7 Tausend. In allen Regionen Deutschlands – Nord, Süd und Mitte – sind die über 85-Jährigen am stärksten betroffen, auch wenn beispielsweise 2021 die Zahl der Todesfälle durch Überhitzung nicht signifikant zunehmen wird.
Anpassung an die Temperatur
Obwohl 2018 eine hohe Hitzetodesrate zu verzeichnen war, sagen Forscher, dass der Einfluss hoher Temperaturen als direkte Todesursache seit Beginn der Studie im Jahr 1992 leicht zurückgegangen ist.
Diese Eigenschaften weisen laut Wissenschaftlern auf mögliche menschliche Anpassungsprozesse in Bezug auf hohe Temperaturen hin.
„Man kann zum Beispiel an Veränderungen im individuellen Verhalten durch mehr Achtsamkeit glauben, etwa durch das Tragen leichterer und luftigerer Kleidung, durch ausreichende Flüssigkeitszufuhr oder das Aufsuchen von Schatten oder einer Klimaanlage“, so die Experten.
Der Zeitraum zwischen 2018 und 2020 zeige jedoch, dass „Hitzewellen nach wie vor eine ernsthafte Gefahr für die Gesundheit der Menschen in Deutschland darstellen“.
Die Studienautoren fordern daher eine deutliche Verbesserung der Wahrnehmung von Hitzewallungen. Vor allem „schutzbedürftige Bevölkerungsgruppen müssen angemessen geschützt werden“.
GB (AFP, DPA)



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